Als ich durch die Hansestadt Anklam spazierte, wirkte die Stadt zunächst ruhig und beschaulich, doch überall erinnern Spuren an ihre bedeutende Vergangenheit als Mitglied der Hanse. Besonders am alten Markt und an den Backsteinfassaden lässt sich der Wohlstand erkennen, den der Handel über die Ostsee einst brachte.

Die mächtige Marienkirche erzählt noch heute von jener Zeit, in der Kaufleute aus vielen Hafenstädten hier ein- und ausgingen. Beim Spaziergang entlang der Peene hatte ich das Gefühl, dass die Nähe zum Wasser bis heute den Charakter der Stadt prägt. Kleine Cafés und restaurierte Gebäude verbinden die Geschichte mit modernem Leben.

Auch das traditionsbewusste Stadtbild zeigt, wie stark die Hanse Anklam geprägt hat. Viele Straßennamen und historische Speicher erinnern an den früheren Warenhandel. Besonders beeindruckend war die offene und norddeutsch gelassene Atmosphäre, die oft mit den alten Hansestädten verbunden wird. Im Museum und auf Informationstafeln erfährt man viel über den Handel mit Salz, Fisch und Getreide. Trotz der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg hat sich Anklam ein Stück seines hanseatischen Erbes bewahrt. Wer die Stadt besucht, entdeckt keine laute Touristenmetropole, sondern einen Ort, an dem Geschichte und Gegenwart ruhig ineinander übergehen.

Bilder Hansestadt Anklam