Die Stadt Attendorn war im Mittelalter ein bedeutendes Mitglied der Hanse und hat bis heute mehrere Gebäude bewahrt, die diese Zeit widerspiegeln. Besonders wichtig ist das ehemalige Rathaus, in dem sich heute das Südsauerlandmuseum befindet. Dieses Gebäude stammt aus der Blütezeit der Stadt und vermittelt anschaulich die wirtschaftliche Bedeutung des Handels. Ein weiteres zentrales Bauwerk ist das Gildehaus Attendorn, das sich speziell mit den Kaufleuten und Zünften der Hansezeit beschäftigt. Hier wird deutlich, wie stark der Handel das Leben in Attendorn geprägt hat.
Auch Teile der mittelalterlichen Befestigung sind erhalten, zum Beispiel der Bieketurm. Er zeigt, dass wohlhabende Handelsstädte sich schützen mussten, um ihre Waren und ihren Reichtum zu sichern. Die Stadttore, wie das Ennester Tor, waren wichtige Kontrollpunkte für den Warenverkehr. Sie regelten, welche Güter in die Stadt hinein- oder hinausgelangten. Auch die große Pfarrkirche St. Johannes Baptist Attendorn spiegelt den Wohlstand der Stadt wider. Sie wurde in der Zeit erweitert, als Attendorn durch den Handel reich wurde.
Zusammen bilden diese Gebäude ein anschauliches Bild der Hansezeit. Sie zeigen, wie Handel, Verteidigung und Religion eng miteinander verbunden waren. Besonders die gut erhaltene Altstadt macht die Geschichte bis heute sichtbar. So lässt sich in Attendorn noch immer nachvollziehen, wie eine Hansestadt im Mittelalter aufgebaut war.
